Die ersten Schulwochen



Die Erstklässler werden jeden Tag in der zweiten und dritten Stunde gemeinsam unterrichtet. In der 1. bzw. 4. Stunde ist zunächst nur die Hälfte der Kinder anwesend. In den beiden gemeinsamen Stunden lernen die Schulanfänger die Regeln und Rituale der Eingangsstufe kennen und orientieren sich im Klassenverband. In den Stunden, in denen nur die halbe Klasse anwesend ist, hat die Klassenlehrerin Gelegenheit, die einzelnen Kinder besser kennen zu lernen und Einführungen in wichtige Arbeitstechniken zu geben. Ab der dritten Schulwoche beginnt der Unterricht laut Stundenplan, d.h. alle Kinder erhalten vollen Unterricht.

Ermittlung der Lernausgangslage

In der dritten Schulwoche wird eine Lernstandsdiagnostik für alle Schulanfänger durchgeführt. So wird frühzeitig festgestellt, in welchen Bereichen die Kinder besondere Stärken haben oder welche Unterstützung sie benötigen.

Aufgrund der individuellen Lernausgangslage kann für alle Kinder ein differenziertes, d.h. seinen Fähigkeiten entsprechendes Lernangebot erstellt werden.

Organisation der Schuleingangsphase

An der Fichte-Grundschule wird der Unterricht jahrgangsgebunden erteilt.

In der Regel werden die Kinder im Klassenverband hauptsächlich von ihrer  Klassenlehrerin vier  Jahre lang unterrichtet. In den Fächern Englisch, Religion, Musik und Sport kommen häufig Fachlehrerinnen zum Einsatz.

Die Unterrichtsformen Freiarbeit, Arbeit an Tages- und Wochenplänen, Lernen an Stationen, Lerntheken oder Werkstattarbeit gehören zum Schulalltag, da sie eine individuelle Förderung aller Schüler ermöglichen. So weit es möglich ist, wird in den Jahrgängen parallel gearbeitet. Inhaltliche und methodische Fragen werden abgestimmt und Unterrichtsthemen gemeinsam geplant.

Unterrichtsorganisation und Unterrichtsgestaltung

An jedem Schultag sollen Tagespläne den Unterrichtsmorgen für die Kinder strukturieren. Jeden Morgen wird der Unterrichtsablauf für die Kinder sichtbar an der Tafel notiert, sowohl durch Symbole für Nichtleser als auch schriftlich. Der Tagesplan wird mit den Kindern im täglichen Morgenkreis besprochen. So sind die Kinder immer darüber informiert, wann und wie gemeinsam gearbeitet wird, wann Pausenzeiten sind oder wann bestimmte Förder- oder Fachlehrerstunden stattfinden.

Die Klassenräume der Eingansstufenklassen sind gekennzeichnet durch eine flexible Nutzung des Mobiliars. So stehen den Klassen neben den üblichen Tischen und Stühlen (meist als Gruppentische gestellt) zusätzlich 6 niedrige Bänke zur Verfügung, mit denen Sitzkreise unterschiedlicher Größe gebildet werden können. Zudem ist in jeder Klasse ein großer Gemeinschaftstisch, an dem die halbe bzw. auch die ganze Klasse Platz finden kann, vorhanden. An diesem Tisch finden Einführungen neuer Unterrichtsinhalte oder Wiederholungen für bestimmte Lerngruppen statt, ohne dass die anderen Kinder in ihrer selbstständigen Arbeit gestört werden. Außerdem wird dieser Tisch für Gemeinschaftsarbeiten, Erzählkreise oder in manchen Klassen auch als gemeinsamer Frühstückstisch genutzt.

Gemeinsam erarbeitete Regeln und Rituale unterstützen das Lernen der Kinder. Neben den im Schulprogramm aufgeführten Regeln gelten folgende Vereinbarungen.

  • Klassensymbole: Jede Klasse verfügt über ein eigenes Symbol (in der Regel sind dies Tiernamen)
  • Offener Schulanfang: Ein Schild mit dem Klassensymbol am Schuleingang zeigt an, dass die Kinder vor dem  offiziellen Unterrichtsbeginn das Schulgebäude betreten dürfen.
  • Montagmorgenkreis: Die Kinder haben die Möglichkeit von ihren Erlebnissen am Wochenende zu erzählen.
  • Tagesplan: Die Kinder erhalten die Übersicht über den Tagesablauf an der Tafel, Stunden des ersten Jahrgangs werden mit Symbolen dargestellt.
  • Gemeinsames Frühstück: Das gemeinsame Frühstück findet im Anschluss an die große Pause statt. In gemütlicher Frühstücksrunde wird die Zeit so oft wie möglich auch zum Vorlesen genutzt.
  • Paten: Jedes Kind des ersten Jahrgangs hat einen Paten aus dem vierten Jahrgang. Diese Patenkinder unterstützen die Erstklässler bei der Orientierung im Schulalltag, in den Pausen oder nach Absprache der Lehrkräfte auch bei Arbeitsaufträgen während der Unterrichtszeit.
  • Stille-Zeichen: Jede Klasse hat ein eigenes Stille-Zeichen (Handzeichen, Glockenspiel, Symbolkarte oder ähnliches)


Elternarbeit

Eine gute Zusammenarbeit zwischen Elternhaus und Schule ist Voraussetzung für eine positive Lernentwicklung der Kinder.

Die Elternsprechtage bieten die Möglichkeit sich über die Lernentwicklung der Kinder austauschen und weitere Fördermöglichkeiten zu besprechen. Darüber hinaus können jederzeit weitere Gesprächstermine vereinbart werden.

Viele Aktivitäten sind nur durch die aktive Unterstützung der Eltern möglich. Wir freuen wir uns über Elternhilfe jeglicher Art.

In den schulischen Mitbestimmungsgremien (Schulpflegschaft, Schulkonferenz) wirken die Eltern an der Gestaltung des Schullebens mit.


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